Allerheiligen – Allerseelen
.. sind für mich zwei stille Tage des Erinnerns und des Gedenkens, in dem ich für einen Augenblick zur Ruhe komme, nachdenklich werde. Ich sehe in der Natur, wie sich die Blätter färben, fallen und Abschied ankündigen. Die Gärten werden für den Winter vorbereitet, und wir beginnen, uns nach innen zu wenden, um in die Stille zu gehen.
Als Christ ist dieser Tag für mich ein Anker. Allerheiligen führt uns Christen zu der Gewissheit, dass das Leben mit dem Tod nicht endet, sondern vielmehr in eine neue, unbekannte Dimension übergeht. Es ist ein Gedenktag, an dem wir spüren, dass jene, die gegangen sind, in einer tieferen Weise weiterleben – in uns, in unseren Erinnerungen, und vielleicht, so will ich glauben, an einem Ort voller Licht und Frieden.
In dieser stillen Zeit zeigt sich ein kultureller Wandel: Halloween, ein Brauch, der seinen Weg von Amerika bis zu uns gefunden hat, prägt diese Tage. Ich kann damit gar nichts anfangen und würde sogar so weit gehen zu fragen, ob man jedem Trend folgen muss? Aber das ist natürlich nur meine Meinung und für den Handel ist dieser Brauch natürlich durchaus willkommen.
Ich bleibe auf meinem Weg und die Weihnachtsbeleuchtung, die bei uns in der Stadt bereits dieser Tage beginnt, erinnert mich an das wahre Licht. Das Licht, das ich in den Herzen meiner Lieben finde, die mich, ob nah oder fern, ein Leben lang begleiten. Der Tod nimmt uns unsere Nächsten, aber er löscht nicht das Band, das uns verbindet. Und so denke ich an sie – die stillen Heiligen meines Lebens, deren Glaube und Liebe mir als leuchtendes Beispiel für immer bleiben werden.
Allerheiligen/Allerseelen ist für mich das Versprechen, dass wir nicht allein sind, dass uns eine ewige Heimat erwartet, in der wir wieder zusammenfinden. Dieses Vertrauen bringt mir Frieden, selbst in der dunkelsten Zeit des Jahres.