Vorsorge rettet wirklich Leben!

Der März ist Darmkrebsmonat. Ein Monat, der erinnert, aufklärt und Mut machen soll. Für viele ist es nur eine Kampagne. Für mich ist es etwas sehr Persönliches.

Vor zwei Jahren, am 7. März, ist mein Bruder Michael nach langer und schwerer Darmkrebserkrankung gestorben. Seitdem steht der März für meine Familie und mich nicht nur für den Beginn des Frühlings, sondern symbolisiert für uns auch eine Zeit der Erinnerung.

Im Juni 2022 feierte mein Bruder still und leise seinen 50. Geburtstag. Es ging ihm damals schon nicht gut. Er hatte Schmerzen, einen aufgeblähten Bauch und fühlte sich oft schwach. Seinen 52. Geburtstag hat er nicht mehr erlebt.

Die Diagnose Darmkrebs traf uns damals hart. Mein Bruder hat mit Mut und großer Stärke gekämpft. Trotz Operationen und Chemotherapien streute der Krebs weiter. Am Ende war seine Kraft aufgebraucht.

Ich durfte ihn als Schwester begleiten und unterstützen. Dafür bin ich dankbar. In dieser schweren Zeit hatte er einen großen Wunsch an uns: „Geht zur Vorsorge.“

Diesen Wunsch habe ich ernst genommen. Ich ging zur Darmspiegelung. Dabei wurden sieben Polypen entdeckt und entfernt. Der Arzt sagte mir, dass es gut war, rechtzeitig gekommen zu sein. Ich bin meinem Bruder unendlich dankbar. Er hat mir vielleicht das Leben gerettet.

Auch viele Freunde, Bekannte und Familienmitglieder sind nach seiner Erkrankung zur Vorsorge gegangen. Sein Weg war schwer, aber er hat Spuren hinterlassen.

Darmkrebsvorsorge ist eine der effektivsten Untersuchungen, die wir haben. Sie kann Leben retten. Bitte geht zur Untersuchung! Wartet nicht, hört auf euren Körper!

In liebevoller Erinnerung an meinen Bruder Michael.

Petra Riess
Wiener Ballkultur

Unsere Wiener Ballkultur ist weltberühmt. Viele denken dabei sofort an die großen, glanzvollen Bälle in der Hofburg, dem Musikverein oder der WienerStaatsoper. Doch Wien lebt nicht nur von diesen prachtvollen Veranstaltungen – sondern auch von den vielen kleinen Bällen in den Bezirken, die das gesellschaftliche Leben auf besondere Weise bereichern.

Maturabälle, Schulbälle, Bürgerbälle, Pfarr-, Feuerwehr- und Bauernbälle: Diese werden mit viel Herzblut organisiert und das meist rein ehrenamtlich. 

Einer dieser kleinen, feinen Bälle ist unser Kleiner Neubauer Opernball. Bereits seit 1962 organisieren wir diesen besonderen Ball für rund 1.000 Seniorinnen und Senioren. Er findet jedes Jahr am Nachmittag des großen Opernballs statt und lebt bis heute vom großartigen Einsatz unserer Ehrenamtlichen.

Der Kleine Neubauer Opernball steht jedes Jahr unter einem eigenen Motto, das Geschichte, Musik und Lebensfreude miteinander verbindet. Heuer lautet es: „Lanner, Liszt und Lebenslust“

Warum Lanner? - Josef Lanner wurde im Bezirk Neubau geboren und ist auch dort und zwar in der Mechitaristengasse aufgewachsen – ein echter Sohn des Bezirks und einer der prägenden Komponisten der Wiener Tanzmusik.

Warum Liszt? - Franz Liszt gedenken wir heuer anlässlich seines 140. Todestages. Als großer ungarischer Komponist verbindet er Wien mit Ungarn auf besondere Weise. Deshalb freuen wir uns heuer sehr über die Mithilfe aus Ungarn, die unseren Ball zusätzlich mit Preisen, Schokoladen und Weinen bereichert.

Partnerregion des diesjährigen Balles ist der Balaton, vertreten durch VisitBalaton365, in Zusammenarbeit mit der Ungarischen Botschaft in Wien sowie in strategischer Partnerschaft mit dem Collegium Hungaricum Wien.

Ohne die Unterstützung all unserer Sponsoren wäre die Durchführung unseres Balles schlichtweg nicht möglich und dafür möchte ich mich einmal mehr ganz herzlich bedanken. Ein Herzliches Danke auch an alle Ehrenamtlichen, Unterstützerinnen und Unterstützer die Jahr für Jahr mit so viel Herz, Engagement und Lebensfreude die Tradition lebendig halten.

Für alle die mit uns feiern wollen, der Ball findet auch heuer wieder im Festsaal des Wiener Rathauses statt. Ein würdiger Rahmen wie ich finde!

 Ich freue mich auf einen stilgerechten Nachmittag mit ihnen/euch!

Petra Riess
Licht, das wir weitergeben!

Wenn im 7. Bezirk die ersten Lichterketten aufleuchten, die Weihnachtsbeleuchtung unsere Einkaufsstraßen erhellt und Krippen in Kirchen und Fenstern sichtbar werden, entsteht eine Atmosphäre, die weit über Dekoration hinausgeht. Sie erinnert uns daran, dass Licht immer dann am stärksten wirkt, wenn es geteilt wird.

Und ja – die stimmungsvolle Beleuchtung trägt auch dazu bei, unsere lokale Wirtschaft zu stärken, Kaufkraft im Grätzl zu halten und Arbeitsplätze zu sichern. Das ist ein guter und wichtiger Effekt.

Die wichtigste Botschaft dieser Zeit ist meiner Meinung nach: füreinander da zu sein.  Advent bedeutet nicht nur Vorbereitung auf das Christkind, sondern auch Aufmerksamkeit für die Menschen, die unsere Unterstützung brauchen – besonders in einer Zeit, die für viele nicht einfach ist.

In dieser Haltung begleitet mich ein Satz von Viktor Frankl, der gerade im Advent besondere Kraft hat:

„Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.“ Vielleicht ist das „Warum“ dieser Zeit, Hoffnung weiterzugeben.

Und in der Heiligen Schrift heißt es: „Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht.“ (Jesaja 9,1) Dieses Licht beginnt oft in kleinen Gesten: eine helfende Hand, ein gutes Wort, ein Lächeln.

Auch das Punschtrinken für soziale Zwecke, das vielerorts im Bezirk organisiert wird, bringt die wahre Botschaft dieser Zeit zum Ausdruck: füreinander da sein. Es wärmt nicht nur die Hände, sondern das Herz. 


Als politische Verantwortungsträgerin sehe ich es als Auftrag, jene Rahmenbedingungen zu stärken, in denen Mitmenschlichkeit, Tradition und wirtschaftliche Lebensfähigkeit zusammenfinden. Als Privatperson erlebe ich diesen Advent als eine Einladung, bewusst hinzuschauen, dankbar zu sein und das Licht weiterzugeben.

Der Advent ist eine besondere Zeit – wenn wir ihn gemeinsam lebendig halten.

Petra Riess
Gesundheit beginnt im Grätzl

Gesundheit ist weit mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Sie beginnt dort, wo wir leben, einkaufen, spazieren gehen – mitten im Alltag. Gerade im dicht belebten 7. Bezirk ist das Thema Lebensqualität ein Dauerauftrag: zwischen Verkehr, Gastronomie, Kultur und Wohnraum braucht es eine Balance, die Körper und Seele guttut.

Immer mehr Menschen achten auf Bewegung, Ernährung und mentale Stärke. Das ist erfreulich – doch Gesundheit darf kein Luxusgut werden. Sie braucht Strukturen, die für alle da sind: vom seniorengerechten Gehsteig bis zum Parkbankerl im Schatten, vom Radweg mit Rücksicht bis zu wohnungsnahen Nahversorgern. Als Bezirkspolitikerin sehe ich genau hier unsere Aufgabe: Rahmenbedingungen zu schaffen, die gesundes Leben ermöglichen, ohne zu bevormunden.

Wellness ist kein Spa-Thema, sondern beginnt bei einer intakten Nachbarschaft. Wenn sich Menschen kennen, grüßen und füreinander da sind, wirkt das besser als jedes Fitnessabo. In Neubau gelingt das vielerorts – in Hausgemeinschaften, kleinen Vereinen, den Märkten und Cafés, wo Austausch stattfindet. Diese Orte verdienen Unterstützung, nicht nur durch Worte, sondern auch durch konkrete Maßnahmen: Erhalt von Freiräumen, Förderung kleiner Betriebe, Unterstützung sozialer Projekte.

Zugleich dürfen wir den digitalen Wandel nicht übersehen. Immer mehr Gesundheitsangebote verlagern sich ins Internet. Das kann hilfreich sein, doch es braucht Begleitung: Ältere Menschen müssen mitgenommen werden, Daten geschützt bleiben, persönliche Betreuung darf nicht verschwinden. Gesundheit ist auch eine Frage der Würde – und die endet nicht an der Bildschirmkante.

Ich wünsche mir, dass Neubau ein Bezirk bleibt, in dem man gerne durchatmet. Dafür braucht es gemeinsames Bewusstsein, Augenmaß und den Mut, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Gesundheit ist ein Gemeinschaftsprojekt – und das fängt bei jedem Spaziergang durchs Grätzl an.

Petra Riess
Rettet die Kaiserstraße

Ein Aufruf zur Veränderung!

Ich bin Christina Schlosser, die Spitzenkandidatin der ÖVP Neubau, und ich kann nicht länger zusehen, wie unsere Kaiserstraße im 7. Bezirk langsam verfällt. Einst eine lebendige Geschäftsstraße, heute geprägt von Leerständen, geschlossenen Läden und einem allgemeinen Gefühl des Niedergangs. Die Nähe zum Gürtel macht die Lage nicht einfacher – zunehmende Kriminalität und Unsicherheit verschärfen die Situation zusätzlich. Doch es ist noch nicht zu spät, etwas zu verändern!

Ein Viertel im Wandel – aber in die falsche Richtung?

Viele kleine Geschäfte haben in den letzten Jahren aufgegeben. Fehlende Kundschaft und ein mangelndes Konzept für die Straße haben Existenzen bedroht. Die leeren Lokale stehen als Symbol für eine Entwicklung, die wir stoppen müssen. Wenn sich nichts ändert, verlieren wir nicht nur eine Einkaufsstraße – wir verlieren Lebensqualität, Nachbarschaft und die Seele unseres Bezirks.

Doch das Problem geht über den wirtschaftlichen Aspekt hinaus: Die Nähe zum Gürtel bringt Herausforderungen mit sich. Immer öfter höre ich von Anwohnern, die sich nachts unsicher fühlen. Dunkle Ecken, unzureichende Beleuchtung und vermehrte Vorfälle von Vandalismus oder Diebstahl machen es schwer, sich hier wohlzufühlen. Eine Straße, die sich verlassen anfühlt, zieht Kriminalität geradezu an.

Was braucht die Kaiserstraße?

Wir müssen aktiv werden und unserer Kaiserstraße wieder Leben einhauchen. Hier einige konkrete Vorschläge:

Wirtschaft fördern, Leerstand bekämpfen

Förderung für lokale Unternehmer, Start-ups und innovative Geschäftskonzepte

Zwischennutzungen für leere Geschäftslokale, z. B. Pop-up-Stores, Co-Working-Spaces oder Künstlerateliers

Steuerliche Anreize für neue Geschäfte, um Investitionen anzuziehen

Mehr Sicherheit für alle

Bessere Beleuchtung an kritischen Punkten, besonders in den Seitenstraßen und Durchgängen

Erhöhte Polizeipräsenz oder Sicherheitsdienste, um für ein sicheres Umfeld zu sorgen

Gemeinsame Initiativen mit der Stadt und der Polizei, um präventive Maßnahmen gegen Kriminalität zu setzen

Eine attraktive Straße schaffen

Verkehrsberuhigung oder Umgestaltungen für eine angenehmere Aufenthaltsqualität

Begrünung, Sitzmöglichkeiten und mehr Raum für Fußgänger

Kulturelle Veranstaltungen, Straßenfeste und Märkte, um das Viertel lebendig zu machen

Jetzt ist der Moment zu handeln!

Petra Riess
Kino mit Hund

Neulich habe ich von einer wunderbaren Idee gehört: im Admiralkino in der Burggasse in unserem schönen 7. Wiener Gemeindebezirk gibt es jeden ersten Donnerstag im Monat Doggy Day. An diesem Tag dürfen Hunde mit ins Kino gebracht werden. Die Filme werden ein wenig leiser gezeigt, damit die Hunde auch Spass daran haben. Die Idee wurde das erste Mal 2008 umgesetzt. Seither freuen sich immer mehr BesucherInnen über die Möglichkeit, gemeinsam mit ihrem vierbeinigen Freund einen Kinoabend zu verbringen. Klingt großartig, oder? Ein Filmabend mit Popcorn, guter Gesellschaft und meinem Dackel Theo an meiner Seite. Theoretisch eine tolle Sache.

Praktisch? Eher eine Herausforderung. Denn Theo ist nicht einfach irgendein Hund. Theo ist ein echter Dackel und ein echter Rüde. Und wie das bei Rüden eben manchmal so ist, würde er wahrscheinlich sofort versuchen, das Kino als sein neues Revier zu markieren. Von still sitzen und genießen keine Spur. Stattdessen würde er wahrscheinlich jeden vierbeinigen Gast ausgiebig verbellen, bis wirklich jeder weiß, dass Theo hier das Sagen hat.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe die Idee, Hunde in soziale Erlebnisse einzubinden. Es ist eine tolle Möglichkeit, soziale Kompetenzen bei Mensch und Tier zu fördern. Aber Theo? Der braucht dafür vielleicht erst eine Extra-Portion Geduldstraining. Oder eine private Kinovorstellung nur für sich.

Trotzdem finde ich das Konzept toll. Es zeigt, wie offen und tierfreundlich unsere Stadt, unser Bezirk, ist.

Am Doggy Day sind jedoch aus absolut verständlichen Gründen nur Hunde gewünscht, die gut mit Artgenossen auskommen und wirklich gut folgen.

Das bedeutet für mich, dass Theo bis auf Weiteres, besser der Herrscher des heimischen Sofas bleibt und ich meine Popcorn einfach nicht mehr salze um diese mit ihm teilen zu können :)

Wichtig zu wissen: Decken, Hundepopcorn und frisches Wasser stehen im Admiralkino bereit. Allerdings wird darum gebeten, Beißkorb und Leine nicht zu vergessen und nur Hunde mitzunehmen, die das Kinoerlebnis auch genießen und verträglich sind (gleiches gilt übrigens auch für Menschen!).

Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit Hundekino gemacht? Ich bin gespannt auf eure Geschichten!

Petra Riess
Vorösterliche Bräuche

Der Frühling naht und mit ihm die wunderbare Zeit der vorösterlichen Bräuche. Für mich ist diese Zeit nicht nur eine Gelegenheit zur inneren Einkehr, sondern auch eine besondere Zeit des Bastelns, des gemeinsamen Essens und der kleinen Traditionen.

Gemeinsam mit meinen Söhnen basteln wir auch heute noch, obwohl sie mittlerweile schon fast erwachsen sind. Besonders schön ist es, wenn ihre Freundinnen dazukommen und wir gemeinsam kreativ werden. Wir bemalen Ostereier, flechten kleine Osterkörbchen oder gestalten Fensterbilder mit frühlingshaften Motiven. Diese Tradition schätze ich sehr, denn sie verbindet uns und schafft gemeinsame Erinnerungen.

Auch die Essensgewohnheiten ändern sich in dieser Zeit in meiner Familie ein wenig. Wir kochen bewusster, verzichten häufiger auf Fleisch und probieren neue vegetarische Rezepte aus. Besonders beliebt sind dabei frische Frühlingskräuter, die den Gerichten eine besondere Note verleihen. Und natürlich gehört es dazu, die ersten süßen Osterbäckereien vorzubereiten – auch wenn die richtig süßen Sachen erst zu Ostern auf den Tisch kommen.

Ein besonderer Brauch in Wien, den ich immer wieder gerne pflege, ist der Besuch von Fastentüchern. Diese kunstvoll gestalteten Tücher, die in der Fastenzeit die Altäre verdecken, sind beeindruckende Zeugnisse religiöser Kunst. Besonders faszinierend finde ich das große, rote Fastentuch in der Michaelerkirche von Connor Tingley und Peter Savic. Es zeigt das erhöhte Fleisch als Botschaft der Fastenzeit und regt zur Besinnung über Verzicht und Spiritualität an. Sie erinnern an die Bedeutung der Fastenzeit und die 4o Tage, die Jesus in der Wüste verbracht hat.

Darüber hinaus gibt es auch einige Straßenkreuzwege, die in fast jeder Pfarre abgehalten werden. Ein Blick ins Pfarrblatt lohnt sich, um die Termine zu erfahren. Diese Kreuzwege sind eine besondere Form des Innehaltens, eine Gelegenheit zur Andacht und zum gemeinsamen Gebet.

Die vorösterliche Zeit ist für mich eine Mischung aus Tradition, Besinnung und kreativer Freude. Es ist eine Zeit, in der ich nicht nur auf Ostern zugehen, sondern auch bewusster lebe, gestalte und genieße. Halten wir doch gemeinsam inne und seien wir dankbar und demütig.

Petra Riess
Weihnachten - Gedanken

Weihnachten, das Fest der Liebe, Besinnlichkeit und Hoffnung, hat in unserer Gesellschaft einen festen Platz. Beim Gang durch die stimmungsvoll dekorierten Straßen, vorbei an glitzernden Schaufenstern und Adventmärkten, beschleicht mich jedoch manchmal ein Gefühl, das mich nachdenklich stimmt. Ich denke an den Ursprung des Weihnachtsfestes, an die christlichen Wurzeln, mit denen ich aufgewachsen bin. Ich denke an die Geburt Jesu, an die Bedeutung, die dieses Kind in der Krippe für mich hat.

Es fallen mir Begriffe ein wie Hoffnung auf Erlösung, Verbindung zwischen Menschlichkeit und göttlicher Liebe, Nächstenliebe, Achtsamkeit, Frieden, Bereitschaft zur Verantwortung ... Werte, die nicht nur im Christentum zu finden sind, sondern in allen Glaubensrichtungen. Es sind Werte, die ein friedvolles Miteinander ermöglichen. Das Weihnachtsfest ladet ein, unsere Werte zu erkennen und zu benennen. Wenn ich meine Werte weiß, kann ich sie auch leben, kann mich entscheiden, wie ich handle, was ich sage, was ich tue. Jeden Tag im Jahr. Ich erinnere mich an einen Text, der hieß „Suche Weihnachten in dir - 365 Tage im Jahr.“

Es ist schwer, in unserer Zeit des Konsumdenkens, der Werbung und Manipulation, der Reizüberflutung und Hektik innezuhalten, Abstand zu nehmen von dem raschen Treiben um uns herum, still zu werden. Stille Nacht - das Lied, das weltweit gesungen wird, kommt mir in den Sinn. Ich frage mich, wie es gelingt, still zu werden. Ob es am 24. Dezember einen Augenblick des Innehaltens gibt - weltweit? Ob wir gemeinsam diese Stille Nacht feiern werden?

Vor mir entsteht ein Bild der Ruhe, der Herzensworte zu meinen Mitmenschen, den Menschen, die um mich leben. Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Ein Wort, das von Herzen kommt, macht dich drei Winter warm“. Ich lächle und freue mich darauf, jemandem in meinem Umfeld ein Wort des Herzens zu schenken.

In diesem Sinne wünsche ich frohe und friedvolle Weihnachten und den Mut, Worte des Herzens zu schenken.

Petra Riess
Advent am Neubau!

Es ist wieder soweit. Morgen beginnt mit dem ersten Adventsonntag offiziell der Advent. Unser schöner Bezirk hat in dieser Zeit einiges zu bieten. Angefangen mit der weihnachtlich beleuchteten Neubaugasse mit ihren Herrnhuter Sternen in der die Weihnachtseinkäufe besonders Spass machen. Immer mittwochs gibt es von 11 bis 20 Uhr in der Vorweihnachtszeit den Neubaumarkt mit vielen Advent-Specials. Am Freitag kann man von 9 bis 17 Uhr am Lerchenfelder Bauernmarkt kulinarische Köstlichkeiten stöbern und dort gibt es am 13. und 20. Dezember einen eigenen Adventmarkt.

Ein weiteres Hightlight ist auch der Winter im MQ. Täglich zwischen 16 bis 23 Uhr und am Wochenende schon ab 14 Uhr kann man hier in stimmungsvoller Atmosphäre genießen und stöbern.

Wenn es um Advent am Neubau geht, darf natürlich unser Weihnachtsmarkt am Spittelberg nicht fehlen. Seit den 1980er Jahren verzaubert dieser charmante Markt mit seinen romantischen Gassen seine Besucher. Der Markt verbindet traditionelles Handwerk mit kulinarischen Genüsse und sorgt so für eine stimmungsvolle Umgebung, die den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

In diesem Jahr setzt der Weihnachtsmarkt verstärkt auf Ursprünglichkeit und Besinnlichkeit. Der Fokus liegt auf liebevoll gefertigtem Kunsthandwerk aus Glas, Holz, Keramik oder Stoff, ergänzt durch ein ausgewähltes kulinarisches Angebot. Um die Lebensqualität der Bewohner in diesem Wohngebiet zu schützen, wurden neue Regelungen eingeführt. Die Zahl der Stände wurde deutlich reduziert, und die Burggasse wurde als Standort für Stände gestrichen, wodurch der Markt kompakter und überschaubarer gestaltet ist.

Dieses Konzept wurde in einem gemeinsam erarbeiteten Positionspapier festgehalten, das einstimmig im Bezirksparlament beschlossen wurde. Es berücksichtigt die Interessen von Wirtschaft, der Stadt Wien und Anrainern gleichermaßen und setzt klare Rahmenbedingungen für alle. Der Mix der Stände ist ausgewogen gestaltet. Die Hälfte der Stände ist dem Kunsthandwerk gewidmet und die andere Hälfte der Kulinarik, wobei neben Punsch und Glühwein auch viele herzhafte Speisen sowie jede Menge süßer Köstlichkeiten angeboten werden.

Mit dieser liebevollen Auswahl und dem neuen Ansatz bleibt der Weihnachtsmarkt am Spittelberg ein einzigartiger Ort, der in der Vorweihnachtszeit mit Qualität und Atmosphäre begeistert. Besuchen Sie die malerischen Gassen, genießen Sie die festliche Stimmung und entdecken Sie, was diesen Markt so besonders macht!

Petra Riess
Allerheiligen – Allerseelen

.. sind für mich zwei stille Tage des Erinnerns und des Gedenkens, in dem ich für einen Augenblick zur Ruhe komme, nachdenklich werde. Ich sehe in der Natur, wie sich die Blätter färben, fallen und Abschied ankündigen. Die Gärten werden für den Winter vorbereitet, und wir beginnen, uns nach innen zu wenden, um in die Stille zu gehen.

Als Christ ist dieser Tag für mich ein Anker. Allerheiligen führt uns Christen zu der Gewissheit, dass das Leben mit dem Tod nicht endet, sondern vielmehr in eine neue, unbekannte Dimension übergeht. Es ist ein Gedenktag, an dem wir spüren, dass jene, die gegangen sind, in einer tieferen Weise weiterleben – in uns, in unseren Erinnerungen, und vielleicht, so will ich glauben, an einem Ort voller Licht und Frieden.

In dieser stillen Zeit zeigt sich ein kultureller Wandel: Halloween, ein Brauch, der seinen Weg von Amerika bis zu uns gefunden hat, prägt diese Tage. Ich kann damit gar nichts anfangen und würde sogar so weit gehen zu fragen, ob man jedem Trend folgen muss? Aber das ist natürlich nur meine Meinung und für den Handel ist dieser Brauch natürlich durchaus willkommen.

Ich bleibe auf meinem Weg und die Weihnachtsbeleuchtung, die bei uns in der Stadt bereits dieser Tage beginnt, erinnert mich an das wahre Licht. Das Licht, das ich in den Herzen meiner Lieben finde, die mich, ob nah oder fern, ein Leben lang begleiten. Der Tod nimmt uns unsere Nächsten, aber er löscht nicht das Band, das uns verbindet. Und so denke ich an sie – die stillen Heiligen meines Lebens, deren Glaube und Liebe mir als leuchtendes Beispiel für immer bleiben werden.

Allerheiligen/Allerseelen ist für mich das Versprechen, dass wir nicht allein sind, dass uns eine ewige Heimat erwartet, in der wir wieder zusammenfinden. Dieses Vertrauen bringt mir Frieden, selbst in der dunkelsten Zeit des Jahres.

Petra Riess