Früher war alles leichter...

... woher kommt dieser Satz und ist es tatsächlich so? Darüber habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, die ich gerne mit euch teilen möchte.

Wesentlich ist bestimmt, dass wir Menschen dazu neigen, uns mit der Zeit eher an die positiven Aspekte der Vergangenheit zu erinnern und die Herausforderungen zu relativieren. Dadurch erscheint die eigene Kindheit oft einfacher und unbeschwerter.

Auf der anderen Seite hat jede Generation ihre Themen und oft können wir als Erwachsene mit diesen Themen einfach nicht umgehen da sie uns schlichtweg fremd sind. Ich bin mir jedoch sicher, dass die heutige junge Generation vieles als ganz selbstverständlich ansieht, da sie es auch nicht anders kennt.

Die Welt hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Digitalisierung, Globalisierung und technologische Fortschritte haben das Leben beschleunigt und komplexer gemacht. Dadurch sind auch die Anforderungen an Bildung, Berufsleben und familiäre Verpflichtungen gestiegen. Aber auch hier gibt es nicht nur aufkommenden Druck, sondern auch unendlich viele Möglichkeiten. Man denke an all die neuen Berufe, die der Wandel mit sich bringt.

Unumstritten ist jedoch der heutige Leistungsdruck, der zum großen Teil durch gesellschaftliche Erwartungen geprägt ist. Ja, Bildung ist heute wahrscheinlich wichtiger denn je um in unserer immer komplexeren Welt bestehen zu können. Allerdings ist es meiner Meinung nach ganz wesentlich auch die sozialen Kompetenzen zu fördern dazu gehören kritisches Denken und die Fähigkeit, eigenständig Probleme zu lösen.

Ich wünsche mir für unsere neue Generation ein unterstützendes Umfeld, die Möglichkeit individuelle Talente gefördert zu bekommen, kreatives Denken und Raum sich zu entfalten um selbstbewusst in unserer neuen Welt nicht nur bestehen zu können, sondern vor allem auch glücklich zu sein. Dazu gehört auch eine vernünftige Fehlerkultur. Denn dass Wissen, auch Fehler dürfen passieren, reduziert den Druck und im besten Fall lernt man auch daraus.

Petra Riess