Lesen und Lernen in der Hauptbücherei am Neubau!
Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen zu Hause ist, in meiner Familie ist Lesen ein wichtiges Thema. Auch meine Kinder verschlingen, sehr zu meiner Freude, mit Begeisterung und Leidenschaft Bücher. Vielleicht ist ein Grund dafür, dass ich mit den beiden schon von klein auf oft in die Hauptbücherei am Urban Lorenzplatz gegangen bin. An manchen Tagen habe wir uns Bücher ausgeborgt, an anderen haben wir uns gleich dort auf das Abenteuer Kopfkino eingelassen, und ich habe meinen Söhnen immer wieder neue Geschichten vorgelesen.
Die Lage ist einzigartig, die Bücherei schwebt über den Bahnsteigen der alten Otto-Wagner-Station. Das Gebäude selbst wurde im Rahmen eines EU-weiten Wettbewerbs, der vom Architekten Ernst Mayr gewonnen wurde, generalüberholt und erstrahlt seit 2003 in seinem neuen Glanz.
Innerhalb des Systems der städtischen Büchereien Wiens ist die Hauptbücherei die größte und am besten sortierteste. Sie erfreut mit ihrem vielfältigen Bestand ein breites Publikum und dient als wichtiger Knotenpunkt im internen Leihverkehr der Büchereien. Das Faszinierendste an dieser Bibliothek ist wohl, neben dem umfangreichen Angebot, der phantastische Ausblick, den die großen Glasfronten bieten. Der Blick reicht vom Kahlenberg, über den Leopoldsberg bis hin zu weiten Teilen des Wienerwalds. Die großzügig angelegten Bibliotheksräume mit Internet- und Audioplätzen, sowie die ruhigen Lesenischen laden zum Verweilen ein, egal ob zum Lernen, Arbeiten oder zur Recherche. Für eine Kaffeepause ist das Café Oben mit Blick über Wien eine ideale Option.
Die großzügige Freitreppe der Bibliothek signalisiert meiner Meinung nach Freiheit und Weltoffenheit. Die 150 Meter lange und 26 Meter breite Bibliothek bietet auf insgesamt 6.000 Quadratmetern Nutzfläche, die sich über drei Stockwerke verteilen, mehr als einer Million Besuchern pro Jahr Zugang zu 240.000 Printmedien (Bücher, Noten, Fachzeitschriften) sowie zu 60.000 elektronischen Medien (CDs, CD-ROMs, DVDs und Videos).
Nachdem die Bibliothek keinesfalls als reine Entlehnungsbibliothek fungiert, setzt sich die ÖVP Neubau schon lange für die Erweiterung der Öffnungszeiten ein. Gerade jetzt in den Wintermonaten, wo es oft draußen kalt und nass ist, wäre z.B. eine Öffnung am Sonntag sehr begrüßenswert. Des Weitern kommt es aufgrund des hohen Zuspruchs zu gewissen Zeiten bereits zu großem Ansturm. Diesem könnte unserer Meinung nach, durch das Konzept „Open library“, welches zur Zeit in der neuen Zweigstellte Seestadt Aspern erprobt wird, entgegengewirkt werden. Dies ermöglicht den Kunden, die Bibliothek auch außerhalb der personalbesetzten Zeiten zu nützen.