Graffiti ist nicht gleich Graffiti!

Fällt der Begriff Graffiti, denken viele Menschen an große, künstlerisch gestaltete Wandmalereien, also Murals, die oftmals von der Stadt oder Hauseigentümer*innen in Auftrag gegeben werden. Murals sind beliebt und auch wir am Neubau sind stolz auf unsere riesigen Kunstwerke, die das Stadtbild meiner Meinung nach absolut aufwerten.
Weniger erfreulich hingegen sind die sogenannten Tags. Diese gelten oft als hässliche, geschmacklose Schmierereien, die Hausbesitzer*innen und Reinigungskräfte viel Geld und Nerven kosten. Kein Wunder, denn diese mit Spraydosen oder Lackmarker illegal angebrachten Schriftzüge sind inhaltslos und verursachen hohe Reinigungskosten, auf die in den meisten Fällen die Eigentümer*innen sitzen bleiben.
Leider ist der 7. Bezirk voll mit Tags: Egal ob Hauswände, Mülltonnen, Parkbänke, Laternenmasten, überall wird draufgeschrieben und -gesprüht. Hierbei handelt es sich ganz klar um Vandalismus, gegen den die
roten Stadtregierung bis heute erfolglos ankämpft. Die Kriminalitätsstatistik zeigt, dass es im letzten Jahr einen enormen Anstieg an illegalen Graffitis - darunter vor allem leider auch viele Hassbotschaften - gegeben habe.
Sachbeschädigung und Vandalismus dürfen in unserer Stadt keinen Platz haben!
Der Bezirk sollte gemeinsam mit der Stadt Wien ein umfassendes Maßnahmenpaket gegen Übergriffe und illegale Graffitis erstellen. Dieses Paket könnte z.B. eine stärkere Videoüberwachung im Gemeindebau und an Sprayer-Hotspots sowie die Errichtung einer zentralen Meldestelle bei der Stadt Wien beinhalten. Diese Meldestelle sollte dafür Sorge tragen, dass illegale Graffitis nach 48 Stunden zu übermalen sind. Bei extremistischen, sexistischen oder rassistischen Symbolen muss die Stadt sogar innerhalb von 24 Stunden tätig werden. In Städten wie Potsdam ist das bereits der Fall. Zudem sollen für Hauseigentümer spezielle, graffitiabweisende, Farben gefördert werden.

Unsere schönes Grätzl soll nicht durch Schmierereien verunstaltet werden!

Petra Riess