Wasserspeier, Wasserspiele und Wasserfontänen

Wenn es mitten in einer belebten Stadt plätschert, rinnt und rauscht, bedeutet das für mich ein Stück Alltagsglück. Ich genieße die wunderbaren Brunnenanlagen im Siebensternviertel am Neubau und verbringe dort besonders gerne meine Erholungspausen, um mich vom Wasser wieder mit positiver Energie aufzuladen! Drei dieser Frischeoasen möchte ich euch hier gerne vorstellen:

Augustinbrunnen am Augustinplatz

Wir alle kennen die Geschichte vom Wiener Volkssänger Augustin, der betrunken mit seinem Dudelsack in eine Pestgrube fiel, seinen Rausch ausschlief und anschließend unbeschadet wieder herausstieg. Diesem Augustin ist der Brunnen am Augustinplatz gewidmet. Um diese Figur des Dudelsackspielers befindet sich ein kleines rundes Wasserbecken, in dem sich oft Spatzen und Tauben im Wasser baden und putzen. Rund um den Brunnen stehen gemütliche Sitzgelegenheiten, die von wunderbaren Rosenhecken umsäumt werden. Im Moment ist leider alles hin, der Augustin hätte seine Freud :)

Warum: es wird ein Notausstieg für die neue U-Bahn gebaut, hoffentlich wird der Brunnen wieder aufgestellt und auch der Platz schön gestaltet. Angeblich erst 2028! Wir werden uns dafür einsetzen.

Augustinplatz · Kreuzung Neustiftgasse/Kellermanngasse · 1070 Wien

Springbrunnen im Weghuberpark

Der liebenswerte Springbrunnen steht mitten im grünem Rasen vor dem historischen Palais Trautson – das jetzige Justizministerium, im größten Park des 7. Bezirks. Elegant und unaufhörlich spritzt seine Fontäne in die Höhe. Trotz des Verkehrslärms der 2er Linie beruhigt dieser Brunnen, gemeinsam mit vielen alten Bäumen des Weghuberparks, die Menschen.

Springbrunnen · Weghuberpark · 1070 Wien

Zierbrunnen auf dem Vorplatz der St. Ulrichs-Kirche

Ein gusseiserner, historischer Brunnen, oder bessere Bezeichnung Brünnlein, befindet sich auf dem Vorplatz der St. Ulrichs Kirche. Der Zierbrunnen plätschert aus zwei maskenhaften Gesichtern Wasser in ein Becken. Das Wasser ist übrigens Trinkwasser und ich nehme mir dankbar gerne oft ein Schlückchen.

Erbauer dieses Kunstwerkes, welches heute umsäumt wird von einem Schanigarten, ist Anton Dominik von Fernkorn. Von ihm stammen auch die Reiterstandbilder von Prinz Eugen und Erzherzog Karl am Heldenplatz, sowie der berühmte Löwe von Aspern - habt ihr das gewusst?

St.-Ulrichs-Platz · Gegenüber Neustiftgasse 22 · 1070 Wien

Petra Riess
Smartflower- Solarblumen für unser Neubau

Klimafit in die Zukunft gehen ist in unserer Zeit besonders wichtig. Wie wir alle wissen, bedeutet dies jedoch nicht immer nur Bäume zu pflanzen, man kann auch andere Zeichen setzten.

„Klimafit in Neubau“ bedeutet für uns z.B. auch, dass es im Bezirk Neubau eine deutliche Steigerung der E-Mobilität auf den Straßen geben wird. Langfristig ist sogar eine vollständige Substitution aller fossil betriebenen Kraftfahrzeuge geplant. Voraussetzung für einen vermehrten Einsatz von E-Fahrzeugen, E-Fahrrädern und E-Scootern ist eine ausreichende Anzahl von Stromtankstellen im öffentlichen Raum. Wo dies technisch möglich und machbar ist, sollen der Strom aus Solarenergie gewonnen werden. Um die Attraktivität der Solarstromtankstellen zu steigern, ist bereits eine besonders kunstvolle und kreative Gestaltung entwickelt worden.

In der Leopoldstadt im 2. Wiener Gemeindebezirk gibt es die erste Solarblume. Die Anlage erzeugt umweltfreundlichen Strom aus Sonnenlicht. Sie befindet sich auf der Aussichtsplattform des Judith-Deutsch-Steges. Errichtet wurde diese Solartankstelle auf Initiative der Abteilung Energieplanung (MA 20), betrieben von der Wien Energie als Eigentümerin. Der erzeugte Sonnenstrom wird ins Netz gespeist. Die Solaranlage mit 2,3 kW Leistung zeigt, dass erneuerbare Energien in Wien am Vormarsch sind. Passantinnen und Passanten, die an der Solarblume vorbei kommen, können über das Wunder der Nutzung von Solarenergie nur staunen. Dieses Interesse an neuen Ideen zur Stromerzeugung ist ein guter Ansatz auch über weitere Kunstinstallationen nachzudenken, die das Thema erneuerbare Stromerzeugung noch attraktiver präsentieren können.

Die Solarblume entfaltet sich morgens, wenn die Sonne aufgeht. Der aufgeklappte Fächer wandert im Laufe eines Tages mit der Sonne mit und kann selbst bei Bewölkung noch Strom erzeugen. Die abgestimmte Ausrichtung zur Sonne im gesamten Tagesverlauf garantiert optimale Leistung. Energie vom ersten bis zum letzten Sonnenstrahl! Bei Sonnenuntergang oder starkem Wind faltet sie sich wieder in ihre Sicherheitsposition zusammen.

Wir wollen auch in unserem schönen Neubau solche Solarblumen installieren und dadurch mithelfen, Wien auch weiterhin klimafit zu machen und die Lebensqualität zu wahren.

Petra Riess
Graffiti ist nicht gleich Graffiti!

Fällt der Begriff Graffiti, denken viele Menschen an große, künstlerisch gestaltete Wandmalereien, also Murals, die oftmals von der Stadt oder Hauseigentümer*innen in Auftrag gegeben werden. Murals sind beliebt und auch wir am Neubau sind stolz auf unsere riesigen Kunstwerke, die das Stadtbild meiner Meinung nach absolut aufwerten.
Weniger erfreulich hingegen sind die sogenannten Tags. Diese gelten oft als hässliche, geschmacklose Schmierereien, die Hausbesitzer*innen und Reinigungskräfte viel Geld und Nerven kosten. Kein Wunder, denn diese mit Spraydosen oder Lackmarker illegal angebrachten Schriftzüge sind inhaltslos und verursachen hohe Reinigungskosten, auf die in den meisten Fällen die Eigentümer*innen sitzen bleiben.
Leider ist der 7. Bezirk voll mit Tags: Egal ob Hauswände, Mülltonnen, Parkbänke, Laternenmasten, überall wird draufgeschrieben und -gesprüht. Hierbei handelt es sich ganz klar um Vandalismus, gegen den die
roten Stadtregierung bis heute erfolglos ankämpft. Die Kriminalitätsstatistik zeigt, dass es im letzten Jahr einen enormen Anstieg an illegalen Graffitis - darunter vor allem leider auch viele Hassbotschaften - gegeben habe.
Sachbeschädigung und Vandalismus dürfen in unserer Stadt keinen Platz haben!
Der Bezirk sollte gemeinsam mit der Stadt Wien ein umfassendes Maßnahmenpaket gegen Übergriffe und illegale Graffitis erstellen. Dieses Paket könnte z.B. eine stärkere Videoüberwachung im Gemeindebau und an Sprayer-Hotspots sowie die Errichtung einer zentralen Meldestelle bei der Stadt Wien beinhalten. Diese Meldestelle sollte dafür Sorge tragen, dass illegale Graffitis nach 48 Stunden zu übermalen sind. Bei extremistischen, sexistischen oder rassistischen Symbolen muss die Stadt sogar innerhalb von 24 Stunden tätig werden. In Städten wie Potsdam ist das bereits der Fall. Zudem sollen für Hauseigentümer spezielle, graffitiabweisende, Farben gefördert werden.

Unsere schönes Grätzl soll nicht durch Schmierereien verunstaltet werden!

Petra Riess
Ab in die Natur - Brettspieltische im Freien!

Frühling, Sommer, Sonnenschein- da zieht es uns nur allzu gerne raus ins Grüne. In unserer großartigen Stadt Wien braucht man hierzu nicht einmal die Stadt zu verlassen, denn Wien ist nicht nur wunderschön, sondern bietet mit seinen vielen Grünanlagen auch den idealen Ort der Erholung und Zeit zum Durchatmen. Wir, am Neubau, sind besonders stolz auf unsere vielen Parks im Bezirk, und es ist schön zu beobachten, dass mit den ersten Sonnenstrahlen auch wieder viel mehr Besucher zu sehen sind. Die Menschen sitzen auf Bänken um Zeitung zu lesen, Kinder spielen und jeder genießt die Zeit im Freien.
Besonders durch die COVID-19-Pandemie suchen immer mehr Menschen nach Freizeitmöglichkeiten an der frischen Luft, um sich nach stundenlangen Aufenthalten in den eigenen vier Wänden mal durchzuatmen und sich auszuruhen. Unter anderem aus diesem Grund entstand die Idee, Brettspieltische in den Parks aufstellen.
Natürlich kann man sich die Frage stellen, braucht man einen Brettspieltisch im Freien? Ich denke ja!
Die Errichtung öffentlicher Brettspieltische wäre, neben den bereits vorhandenen Spielplätzen und Parkbänken, eine generationenübergreifende Erweiterung des Angebots in den Parkanlagen des 7. Bezirks. Ebenso wären diese Brettspieltische eine Möglichkeit für lokale Schulklassen, Vereine und Betreuungseinrichtungen, das Erlernen und Üben des Spieles ins Freie zu verlegen. Spielen fördert die Kommunikation und auch das Denkvermögen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass es so herrlich einfach ist. Lediglich Spielsteine einpacken und schon kann es losgehen. In südlichen Ländern findet man oft solche Brettspieltische in den Parks. Herrlich, ein wenig mediterraner Flair am Neubau.

Ich hoffe ich kann hierzu in Kürze mehr berichten und die Idee bald umsetzen.

Petra Riess
Lesen und Lernen in der Hauptbücherei am Neubau!

Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen zu Hause ist, in meiner Familie ist Lesen ein wichtiges Thema. Auch meine Kinder verschlingen, sehr zu meiner Freude, mit Begeisterung und Leidenschaft Bücher. Vielleicht ist ein Grund dafür, dass ich mit den beiden schon von klein auf oft in die Hauptbücherei am Urban Lorenzplatz gegangen bin. An manchen Tagen habe wir uns Bücher ausgeborgt, an anderen haben wir uns gleich dort auf das Abenteuer Kopfkino eingelassen, und ich habe meinen Söhnen immer wieder neue Geschichten vorgelesen.

Die Lage ist einzigartig, die Bücherei schwebt über den Bahnsteigen der alten Otto-Wagner-Station. Das Gebäude selbst wurde im Rahmen eines EU-weiten Wettbewerbs, der vom Architekten Ernst Mayr gewonnen wurde, generalüberholt und erstrahlt seit 2003 in seinem neuen Glanz.

Innerhalb des Systems der städtischen Büchereien Wiens ist die Hauptbücherei die größte und am besten sortierteste. Sie erfreut mit ihrem vielfältigen Bestand ein breites Publikum und dient als wichtiger Knotenpunkt im internen Leihverkehr der Büchereien. Das Faszinierendste an dieser Bibliothek ist wohl, neben dem umfangreichen Angebot, der phantastische Ausblick, den die großen Glasfronten bieten. Der Blick reicht vom Kahlenberg, über den Leopoldsberg bis hin zu weiten Teilen des Wienerwalds. Die großzügig angelegten Bibliotheksräume mit Internet- und Audioplätzen, sowie die ruhigen Lesenischen laden zum Verweilen ein, egal ob zum Lernen, Arbeiten oder zur Recherche. Für eine Kaffeepause ist das Café Oben mit Blick über Wien eine ideale Option.

Die großzügige Freitreppe der Bibliothek signalisiert meiner Meinung nach Freiheit und Weltoffenheit. Die 150 Meter lange und 26 Meter breite Bibliothek bietet auf insgesamt 6.000 Quadratmetern Nutzfläche, die sich über drei Stockwerke verteilen, mehr als einer Million Besuchern pro Jahr Zugang zu 240.000 Printmedien (Bücher, Noten, Fachzeitschriften) sowie zu 60.000 elektronischen Medien (CDs, CD-ROMs, DVDs und Videos).

Nachdem die Bibliothek keinesfalls als reine Entlehnungsbibliothek fungiert, setzt sich die ÖVP Neubau schon lange für die Erweiterung der Öffnungszeiten ein. Gerade jetzt in den Wintermonaten, wo es oft draußen kalt und nass ist, wäre z.B. eine Öffnung am Sonntag sehr begrüßenswert. Des Weitern kommt es aufgrund des hohen Zuspruchs zu gewissen Zeiten bereits zu großem Ansturm. Diesem könnte unserer Meinung nach, durch das Konzept „Open library“, welches zur Zeit in der neuen Zweigstellte Seestadt Aspern erprobt wird, entgegengewirkt werden. Dies ermöglicht den Kunden, die Bibliothek auch außerhalb der personalbesetzten Zeiten zu nützen.



Petra Riess
Buntes Markttreiben am Neubau

Am Kirchenplatz herrscht reges Treiben! Auf etlichen Marktstände bieten Bauern ihre herrlich frischen Bio-Produkte an. Das Angebot ist vielfältig. So findet man neben diversen Apfelsorten auch Kisten mit Weintrauben aus dem Weinviertel, kleine Schütten mit getrockneten Kräutern und Holzbretter, auf denen diverse Wurst- und Käsesorten appetitlich angeboten werden. Der schöne Markt vor der Altlerchenfelder Kirche ist nur einer von vielen Märkten bei uns im Bezirk. Ich persönlich erledige dort fast immer einen Teil meines Wochenendeinkaufes und liebe es mit meiner Einkaufstasche durch die Gänge zu schlendern, dabei zu gustieren und mit den Menschen zu plaudern.

Was wie ein Auszug aus einem alten Kinderbuch klingt, ist der Alltag für mich am Neubau. Für dieses dörfliche Flair mitten im dichtbebauten Innenstadtbezirk bin ich sehr dankbar. Zu dem Flair trägt auch der Lerchenfelder Bauernmarkt vor der Lerchenfelder Kirche bei. Jeden Freitag werden dort bereits seit 25 Jahren saisonale Waren angeboten. Heuer haben wir mit dem Neubauer Markt in der Lindengasse /Ecke Neubaugasse einen weiteren Wochenmarkt dazu bekommen. Dieser findet jeden Mittwoch statt. Ich freue mich auch über den neuen Zuwachs des Projektes „MIT“, an dem ehemalige Langzeitarbeitslose an einem Stand ihre Gerichte verkaufen und somit die Chance zu einem Wiedereinstieg ins Berufsleben bekommen.
Ich bin begeistert von der aktuellen Vielfalt, wünsche mir jedoch weitere Märkte für Neubau.

Ein Wochenmarkt zeichnet sich nicht nur durch regionales Gemüse und die selbstproduzierten Produkte aus, die verpackungsfrei und in kleinen Mengen nachhaltigen Konsum ermöglichen, sondern auch durch das soziale Erleben. Viele Standler kennen ihre Stammkundinnen und Stammkunden schon lange und so bekommt man neben der besten Beratung eine kleine Plauerdei obendrauf.

Ich kann dir/Ihnen unsere Märkte am Neubau nur von Herzen empfehlen und freue mich, wenn wir uns dort vielleicht einmal begegnen.

Petra Riess
Citybus

Wann kommt unsere geliebter Citybusverbindung 2A auf die Mariahilfer Straße zurück?
Diese Frage wird mir immer wieder von Bürger*innen gestellt, wenn ich am Neubau unterwegs bin. 

Es war eine sehr beliebte Busstrecke, die im Zuge des Umbaus der Mariahilfer Straße eingestellt wurde. Diese wichtige Verbindung in die Wiener Innenstadt wurde speziell von unserer älteren Generation oft als Alternative zur U-Bahn genützt. Für viele Menschen ist der Weg zu den U-Bahn Stationen schlichtweg zu beschwerlich. Auch sagte mir eine sehr nette Dame: „Ich möchte gerne die Menschen, die Häuser und die Geschäfte in der Umgebung sehen. Das geht halt in der U-Bahn nicht. Vom Bus aus ist das aber sehr gut möglich, und so weiß ich auch immer was es im Grätzel Neues gibt“

Stadtrat Peter Hanke hat schon vor einem halben Jahr angekündigt, Pläne für die Realisierung der Citybusverbindung auf die Mariahilfer Straße erarbeiten zu lassen. Der Ausbau des Citybusnetzes wurde sogar im aktuellen Regierungsübereinkommen fixiert. Die Volkspartei hat sich fraktionsübergreifend in den Bezirken Mariahilf und Neubau für die rasche Umsetzung stark gemacht und unter anderem Unterschriften für die Realisierung gesammelt. 

Jetzt fragen wir uns: “Wann wird der Wunsch der Bevölkerung, die Citybusverbindung zwischen dem Ersten Bezirk und der Mariahilfer Straße endlich wieder realisiert?“ Laut Wiener Linien kann die Linie 13A diesen Teil der Citybusse abdecken. Wir sehen das nicht so, besonders jetzt wo auch noch die U2 für mehrere Jahre gesperrt ist.

Wir sind überzeugt davon, dass diese Busverbindung 2A notwendig ist, nicht zuletzt um auch die Innenstadt nach der Pandemie für die Wiener*innen wieder zu beleben.

Wir werden keine Ruhe geben, und kämpfen weiter für die Wiedereinführung des Citybus 2A.

Petra Riess
Barrierefreie Altglasentsorgung
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Haben bei uns im Bezirk Wien Neubau die Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen die Möglichkeit ihren Müll umweltgerecht zu entsorgen? Die Antwort ist NEIN! Mir ist erst jetzt das Problem bewusst geworden, da bei uns im Haus ein Mann einen Schlaganfall erlitt und seitdem im Rollstuhl sitzt. „Ich muss mich extrem strecken, damit ich hinaufreiche und selbst das reicht meist nicht“, sagt er. Wenn er sein Leergut wegbringen will, ist er stets auf Hilfe angewiesen. Meine Söhne helfen ihm gerne seine leeren Flaschen zu entsorgen, aber was machen all die anderen?

Unser gesamtes Stadtgebiet ist seit 1990 mit dem Sammelsystem ausgestattet, welches natürlich einen großen Beitrag zum Klimaschutz darstellt. Aber es fehlen die Glascontainer für Menschen, die eben zum Beispiel auf einen Rollstuhl angewiesen sind und dennoch ein selbstbestimmtes Leben führen wollen. Deshalb sind barrierefreie Abfallcontainer so wichtig. Für den „Gender Mainstreaming-Bezirk“ Neubau hat das Thema Inklusion immer einen besonderen Stellenwert, weshalb es nun dringend an der Zeit ist, hier eine Lösung zu finden. Die ÖVP Neubau hat deswegen einen Antrag für mehr barrierefreie Einwurfsmöglichkeiten eingereicht. Die „online Glascontainer-Übersicht“ der Stadt Wien ist sehr praktisch. Per Mausklick findet man einfach den nächsten Glascontainer. Praktisch ja, aber eben leider nicht für jeden. Und wir hoffen, dass diese Übersicht bald um die Rubrik ‚Barrierefreie Glascontainer‘ erweitert wird.

Schöner Nebeneffekt wäre, dass es dadurch auch Kindern möglich wäre, das Altglas zu entsorgen. Und wenn ich unsere kleinen Mitmenschen oft dabei beobachten darf, wie sie begeistert ihren Eltern bei der Entsorgung zur Hand gehen, bin ich mir sicher, die fleißigen Kleinen würden sich bestimmt auch freuen.

Petra Riess
Hundezonen am Neubau
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Im unserem Bezirk Neubau leben ca. 600 Hunde, die ihren Besitzer*innen viel Freude und Spaß bereiten. Auch wenn diese Hunde wunderbar in der Stadt zurechtkommen, so bleiben doch ihre Grundbedürfnisse. Platz zum Spielen mit Artgenossen, Laufen und Schnüffeln. Dieses Schnüffeln ist für die Hunde wie ‚Zeitunglesen‘ und ist somit eine wichtige, geistige Anregung. Um all diese für das Verhalten und den Lernprozess wichtigen Dinge tun zu können, sind Hundezonen in einer Stadt unverzichtbar.

Bei uns am Neubau gibt es aktuell nur zwei Hundezonen, eine am Lerchenfelder Gürtel und die andere beim Weghuberpark. Hier ist ein großer Qualitätsunterschied zu verzeichnen. Die Hundezone Weghuberpark wurde vor Kurzem verschönert und verfügt jetzt über einen Trinkbrunnen, eine Rindergrabenfläche und einen Kletterstamm. Auch die Hundebesitzer profitieren von der Umgestaltung und können nun auf einer der neuen Sitzgelegenheiten im Schatten ihre Lieblinge beim Spielen beobachten.

Die Hundezonen haben noch einen weiteren Vorteil. Viele Menschen denken fälschlicher Weise, Hundeurin sei „Dünger für die Pflanzen“. Das Gegenteil ist der Fall denn zu viel Urin schädigt Pflanzen und kann auch bei Fassaden zu einem Problem werden. In unserer letzten ÖVP Neubau Sitzung haben wir diese Thematik ausgiebig diskutiert und einen Antrag bei der Bezirksvertretung gestellt. Wir setzen uns dafür ein, die Hundezonen in Neubau zu erweitern, zu verschönern und attraktiver zu gestalten. Hundezonen sind ein bedeutendes Angebot der Stadt, jedoch existieren viel zu wenige. Ich glaube, dass ein ausgiebigeres Angebot an Auslaufstellen für Vierbeiner und Bewohner*innen im Bezirk mehr Lebensqualitäten im Grätzl schafft. Ziel ist es, den knappen öffentlichen Raum bestmöglich für alle zu nutzen damit das Zusammenleben gut funktioniert. Wir wollen uns in Zukunft weiter mit dem Thema Stadthund beschäftigen und uns mit Expert*innen, Hundehalter*innen sowie mit den Verantwortlichen im Bezirk austauschen. 

Unser Dackel Theo und ich freuen uns schon einmal auf all die positiven Entwicklungen, die hier in Zukunft noch geschehen werden.



Petra Riess
Abkühlung am Neubau!
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Wie sehr haben wir uns alle auf den Sommer gefreut! Doch jetzt, wo er in unserer Stadt Einzug genommen hat, fordert er auch seinen Tribut. Extreme Hitze kann vorallem in einer Großstadt auch zu gesundheitlichen Problemen führen. Besonders Kinder, alte Menschen und Tiere leiden unter den hohen Temperaturen.

In dicht bebauten Gebieten spürt man die Hitze besonders, denn im öffentlichen Raum gibt es oft zu wenige Möglichkeiten der Abkühlung.  Die Hitzewellen der vergangenen Jahre haben wir noch gut in Erinnerung. Auch in diesem Sommer gab es schon eine erste und es werden womöglich weitere folgen. 

Diese „Hitzesommer“ sind ein Vorgeschmack auf den Klimawandel, der in Zukunft zu unserer neuen Normalität werden könnte. Klimaforscher*innen sprechen bereits von einer neuen „Heißzeit“. Bereits jetzt stellen diese Wissenschaftler*innen einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 1,0 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau fest. Um dem entgegenzuwirken, verwandelte die Bezirksvorstehung Neubau die Zieglergasse zur „Kühle Meile“ und hat damit den Grundstein für die ‚Kühlen Zonen Neubau‘ geschaffen. Diese Projekte wurden von uns mit großer Begeisterung unterstützt und sind Best-Practice-Beispiele für die Klimawandelanpassung in Wien. 

Konkret beinhalten die ‚Kühlen Zonen‘ Baumpflanzungen, die Schatten spenden und nachweislich die Temperatur senken. Die Straßen werden verkehrsberuhigt und begrünt. Zahlreiche Trinkbrunnen werden geschaffen, die Erfrischung für Mensch und Tier bieten. Die zusätzlichen Wasserspiele für Jung und Alt laden zum Spielen ein. Nebelduschen sowie Wasserläufe werden installiert, die nicht nur die Passant*innen, sondern auch den Gehsteig kühlen. Rankgerüste mit Kletterpflanzen und Grünbeete werden gepflanzt und tragen maßgeblich zur Klimaverbesserung bei. All diese Maßnahmen unterstützen die Kühlung, um die Lebensqualität auch bei zunehmenden Temperaturen in der Stadt zu erhalten.

Wichtig bei großer Hitze ist es, Pausen zu machen. Diese können bei uns in Neubau in einem der vielen schönen schattigen Schanigärten oder in den zahlreichen wunderschönen Hinterhöfen verbracht werden. Wenn es nur ein kurzes Niedersetzen sein soll, bietet unser Bezirk viele öffentliche Sitzgelegenheiten, die auch ich gerne nutze. Manchmal genieße ich auch mein Lieblingseis auf einer dieser Bänke.

Mein 7. Bezirk liegt mir sehr am Herzen, und in den nächsten Jahren möchte ich den öffentlichen Raum für unsere Menschen am Neubau noch attraktiver gestalten. 

Petra Riess